Audioblock - Die Story

Deutschland im Herbst 2008:
Der gesamte Markt für Unterhaltungselektronik wird von Asiaten und Amerikanern dominiert! 

Der gesamte Markt? 

Nein, ein kleines Familien-Unternehmen aus Oldenburg macht sich auf, dieser Übermacht entgegenzutreten und bezahlbare Qualität aus Deutschland anzubieten. 

Dies ist seine Geschichte…

 

WIE ALLES BEGANN – Die frühen Jahre

 

Nach Stationen bei Harman-Kardon und Onkyo übernahm Michael Block zusammen mit seiner Frau Anja im Jahr 2005 den Deutschlandvertrieb für die Firma Sherwood und entwickelte diese innerhalb von 3 Jahren von einem Nischenprodukt  zu einer respektablen und gut bekannten Fachhandelsmarke.

„Trotzdem war ich alles andere als zufrieden“, erinnert sich Michael Block. Von Jahr  zu Jahr änderte der Hersteller die Dimensionen der Gehäuse, Displayfarben und Knopfanordnungen. So waren deutsche Kunden auf Dauer nicht  zufrieden zu stellen, das war klar. Und so reifte langsam aber sicher der Wunsch, selber Einfluss auf die Gestaltung und Qualität der Geräte nehmen zu können, die Idee von der eigenen Marke war geboren.

„Ich war einfach nicht zufrieden!“
Michael Block

 

AUDIOBLOCK – Die Gründung

 

Nachdem im Herbst 2008 die Trennung von Sherwood erfolgte, stiegen Michael und Anja mit der Ihnen eigenen Dynamik voll in die Planung für die eigene Firma ein. Michael bemühte alte und wertvolle Kontakte und entwickelte mit befreundeten Audio-Ingenieuren in deren Freizeit Schaltungen und Anja plante derweil den Innendienst der zukünftigen Firma. 

Beiden war klar: Nur klanglich hochwertige Geräte mit einem eigenständigen und wertigen Design haben überhaupt eine Chance in diesem engen Markt der Unterhaltungselektronik.

So wurde das typische Block-Design mit den massiven Aluminiumfronten geboren.

Der Markt befand sich im Umbruch, noch waren allerdings Anlagen aus einzelnen Komponenten gefragt. DAB+, Streaming, Spotify und Netzwerklautsprecher waren reine Zukunftsmusik.  

Zum Start mussten also ein CD-Spieler, ein Radio und ein Verstärker entwickelt werden, parallel eine Produktionsmöglichkeit gesucht und ein Finanzkonzept erstellt werden.

„Zu Anfang haben uns alle einen Vogel gezeigt“
Anja Block

Ende 2008 schlug dann die Finanzkrise voll durch, Pech und Glück  zugleich.

„Keine Bank wollte uns damals auch nur einen Pfifferling geben, um unser Konzept zu finanzieren, unsere Freunde haben uns für verrückt gehalten“ sagt Anja Block über die Zeit damals. „Die nötigen Finanzmittel mussten komplett aus der Familie aufgebracht  werden“.

„Aber es war auch ein Segen, wir hätten sonst niemals einen so verlässlichen Partner für die Anfangsproduktion gewinnen können“, erinnert sich Michael Block. „Die hätten uns sonst niemals ernst genommen, alle wollten doch sonst nur für die großen etablierten Firmen produzieren“.

Anfang 2009 war es dann soweit, die ersten Geräte waren fertig konzipiert, gingen in Produktion und standen ab März 2009 im Lager Oldenburg zur Auslieferung bereit Zwischenzeitlich hatte Michael Block ausgewählte Fachhändler über die neue Marke informiert und Fachbesucher und Endkunden zu einer ersten Vorstellung auf die High-End-Messe im Mai 2009 in München eingeladen. 

Vor Beginn der Messe war der erste Warenbestand komplett ausverkauft!

Angesprochen auf das etwas anachronistisch wirkende Wappen im Firmenlogo, erklärt Michael Block, dass es sich keinesfalls um eine skurrile Idee einer Werbeagentur handelt, sondern um das originale alte Wappen der Familie Block, welches erstmalig schon vor knapp 400 Jahren im Jahr 1619 urkundlich erwähnt wurde.

 

...UND LÄUFT – Von den Anfängen bis heute

 

Nachdem auch die Fachpresse auf die neue Marke aufmerksam wurde und erste sehr gute, teils sogar enthusiastische Testergebnisse publik wurden, entschieden Anja und Michael voll ins Risiko zu gehen und die Produktion zu verdoppeln. Nach wie vor stellten die Finanzierungsprobleme die größte Hürde für die junge Firma dar und so stiegt Mitte 2009 Michaels Vater mit ein und ermöglichte so den ersten großen Wachstumsschub.

Derweil ging das Vertriebskonzept voll auf: Die Marke sollte ausschließlich über den örtlichen Fachhändler verkauft werden, ein Belieferung der großen Elektrodiscounter war nicht geplant. Die Fachhändler waren begeistert, hatten Sie doch nun eine qualitativ hochwertige Marke, die dem Fachhandel vorbehalten und auf den europäischen Markt zugeschnitten war, in den Regalen und Schaufenstern stehen.

Und auch andersherum funktioniert diese Verbindung hervorragend. 

Über den Fachhandel kommt das Feedback der Kunden direkt zur Geschäftsleitung und so wurde schnell klar: Die Kunden wünschten sich mehr von Block.
Ende 2009 wurden daraufhin das Internetradio IR-100 und die Vor-/Endstufenkombination
A- und P-100 entwickelt. Schon 2011 kam dann der auf 999 Exemplare limitierte High-End-Plattenspieler PS-100 auf dem Markt und kurz darauf die Einsteigerserie 220 mit den Komponenten Verstärker, CD-Spieler und Radio und einem eigenständigen Design. 

Wurde anfangs noch mit der Hilfe befreundeter Ingenieure entwickelt, entstanden nun die ersten eigenen Arbeitsplätze für Entwicklung und Design am Standort Oldenburg.

„Ohne unsere Freunde und diese großartige Familie hätten wir es nicht geschafft“
Michael Block

Als absoluter Meilenstein in der Geschichte der Audioblock GmbH muss jedoch die nächste große Entwicklung gelten: Im Frühjahr 2012 kam der erste CVR-100 auf den deutschen Markt. Dieses revolutionäre Geräte vereinte erstmals alle klassischen Medien wie UKW und FM Radio, CD-Spieler, Tape und AUX mit modernen Medien wie DAB, USB und dem Streamen von entfernten Medien und war damit allen anderen Marktbegleitern um gute zwei Jahre voraus. Die Blocks hatten auch hier den richtigen Riecher und brachten ein Gerät, welches sich perfekt in moderne Lebenswelten und Ansprüche einfügte und die in die Jahre gekommenen monströsen HiFi-Türme perfekt ablösen konnte. Der CVR-100 verdoppelte schlagartig den Umsatz und ist bis heute in seiner mittlerweile dritten Evolutionsstufe das Flaggschiff und Technologieträger des Unternehmens.

Zwischenzeitlich rückt das Unternehmen auch immer mehr in den Fokus der Presse. Seit Beginn der Firmengeschichte haben nun unterschiedlichste Fachzeitschriften in über 100 unabhängigen Tests die Block-Produkte unter die Lupe genommen – in 90% der Tests konnten sich die Produkte unter den vorderen Rängen platzieren, oder wurden sogar gegen teils deutlich teurere Geräte Testsieger.
In einer renommierten bundesdeutschen Umfrage unter Fachhändler konnte sich die Marke 2011 als höchster Neueinsteiger auf dem 3. Platz der beliebtesten Marken positionieren, 2014 und 2016 landete sie sogar auf dem ersten Platz und setzte sich sogar gegen Marken wie Bose, Yamaha, T&A, und Marantz durch. Selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete über das junge Unternehmen.

Zur IFA 2014 in Berlin wurde dann die 220er Serie durch die neue Einsteiger-Serie 250 ersetzt, nicht weniger audiophil als die große 100er Serie, aber durch sparsameren Materialeinsatz noch einmal erschwinglicher.

Mittlerweile wurde es in den ehemaligen Räumen am Bollmannsweg in Oldenburg doch deutlich zu eng, und so bezog man im Frühjahr 2015 eine neue Immobilie mit angeschlossenem Lager vor den Toren Oldenburgs in Hude.

Als Block dann im August 2015 auf der Internationalen Funkausstellung das eigens entwickelte Multiroom-Konzept sowie diverse kleinere Radios und mobile Soundgeräte vorstellte, wurde auch anderen Mitbewerbern klar, dass hier ein Konkurrent heranwuchs, den man zukünftig auf der Rechnung haben sollte. Eine solche Spitzentechnologie hatten bisher nur wenige Unternehmen im Programm.

In den letzten Jahren wurden noch diverse neue Geräte entwickelt. Von Kopfhörer über Bluetooth-Lautsprechern bis hin zu eigenständigen Netzwerklautsprechern und „Kofferradios“ stehen heute unter dem Label Audioblock zur Verfügung. Alles in allem runden heute um die 65 verschiedene Produkte das Sortiment ab und Audioblock ist zu einer der führenden HiFi-Marken in Deutschland geworden.

Eindrucksvoll belegen dies auch die Zahlen der GfK Erhebung aus dem Jahre 2018: Audioblock ist bei den Verkäufen nach Wert im Segment HiFi im deutschen Fachhandel mit 18,2% der Marktführer!

 

WHAT COMES NEXT- Ein Ausblick

 

Fragt man Anja und Michael Block, wie es zukünftig weitergeht, kommt ein ganz klares Statement: „Wir wollen weiter wachsen aber unbedingt auch unseren Wurzeln treu bleiben“.

„Mit Sonos und Bose auf Augenhöhe“
Marcel Block

Nachdem sowohl Tochter Franziska Block im Unternehmen ausgebildet wurde und nun studiert und Sohn Marcel erst den Außendienst Ost leitete und nun den Vertrieb Deutschland koordiniert, ist für alle Familienmitglieder klar, dass das Unternehmen auch weiterhin ein familiengeführter mittelständischer Betrieb sein wird und der Generationswechsel sicher geplant ist.

Nachdem Michael und Anja Block in den letzten Jahren verstärkt auch den europäischen Markt ins Auge gefasst haben und nun in nahezu allen europäischen Ländern mit Distributoren zusammen arbeiten, soll zukünftig auch der asiatische Markt, Kanada und Südamerika in den Vertrieb mit einbezogen werden.

„Die Vereinigten Staaten sind für uns zur Zeit kein Thema“, weiß Michael Block. „Solange die Politik dort agiert wie sie es zur Zeit tut, möchten wir in den USA nicht tätig sein“.

Mit der aktuell angestoßenen Entwicklung eines eigenen Chipssatzes sollen zukünftig die Ketten in Qualität und Quantität von digitalen Musikquellen gesprengt werden. Spätestens damit ist Block mal wieder auch technologisch ganz weit vorn.

Innerhalb der nächsten 5 Jahre sieht Vertriebschef Marcel Block die Firma klar auf Augenhöhe mit Sonos und Bose, als langfristiges Ziel kann sich Firmengründer Michael Block sogar den Vorstoß in visuelle Unterhaltungswelten vorstellen

„Wir wollen auch in 10 Jahren noch ein familiengeführtes , ansprechbares und glaubhaftes Unternehmen sein“
Michael & Anja  Block